STUDIEN-ERGEBNISSE: Die Mangankonzentrationen im Vollblut unterschieden sich signifikant zwischen Hunden mit primärer Hepatitis, Hunden mit nicht-hepatischen Erkrankungen und gesunden Hunden (P=0,002). Hunde mit primärer Hepatitis wiesen signifikant erhöhte Mangankonzentrationen im Vollblut im Vergleich zu gesunden Hunden (P<0,05) und Hunden mit nicht-hepatischen Erkrankungen (P<0,01) auf. Hunde mit primärer Hepatitis hatten signifikant niedrigere Mangankonzentrationen im Vollblut im Vergleich zu Hunden mit angeborenen portosystemischen Shunts (P=0,0005)..
Da Hunde üblicherweise fleischreich ernährt werden, sind Kupfermangelkrankheiten selten. Dieses Spurenelement ist wichtig für spezielle Enzyme, wobei die Leber eine wichtige Rolle spielt. Kupfer wird zwar gut aus der Nahrung aufgenommen, jedoch blockiert eine zu hohe Zufuhr von Kalzium, Mangan oder Zink die Kupfer-Aufnahme und Verwertung. Kupfer wird hauptsächlich über die Galle und den Darm ausgeschieden.
Der tägliche Kupferbedarf erwachsener Hunde liegt bei etwa 0,1 mg pro kg Körpergewicht. Bei langhaarigen Hunden ist der Bedarf während des Fellwechsels höher. Trächtige Hündinnen benötigen etwa 0,15 mg pro kg Körpergewicht und Tag.
Terrier, Dobermänner und Deutsche Schäferhunde neigen zu einer erblich erworbenen Kupferspeicherkrankheit der Leber. Bei zu hoher Kupferzufuhr speichert die Leber zu viel Kupfer. Ein Eisen- oder Manganmangel fördert die Kupferaufnahme. Daher ist es wichtig, den Mineralstoff- und Spurenelementstoffwechsel zu überwachen. Eine Fellanalyse kann helfen, Schäden frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.